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Occupy-Kunst Hasen, empört Euch!
von Tim Rittmann am 2. November 2011
Der Illustrator Jermaine Rogers macht eigentlich Poster Rock-Bands. Seine rotäugige Horror-Häschen finden sich unter den Logos der Queens of the Stone Age, Radiohead oder der Jon Spencer Blues Explosion. Nun tritt dieser Friedhof der Kuscheltiere auch der Occupy-Bewegung bei. Eigentlich sind ja eher die Rockidole und Konzerte sein Ding. Ihnen weiht Jermaine Rogers 99 % seiner Wald- und Wiesenwutze, den Hasen, Igeln und Waschbären, den ganzen Wesen, die auf seinen Postern ihr Unwesen treiben und deren Flauschigkeit von rot glühenden, tollwütigen Augenpaaren zunichte gemacht wird. Diese Tiere sehen danach aus, als sollte man sie besser alleine lassen. Rogers nimmt die friedfertigsten Bewohner der amerikanischen Fauna und verwandelt sie in Außenseiter, die mal hemmungslos knutschen, mal das untergegangene London der Zukunft besuchen. Auf seiner Facebook-Seite ruft der US-Künstler nun auf, seine Motive zum Thema “Occupy” überall zu verbeiten. Denn was auch immer bei der weltweiten Bewegung herauskommen wird, an der sich immer mehr Menschen (auch in Deutschland) beteiligen, um gegen das Ausarten des Finanzkapitalismus zu protestieren – die Kunst, die in ihrem Schatten geschaffen wird, ist schon ein kleiner Sieg für die Allgemeinheit. In diesem Sinne: Empören Sie sich bitte weiter, Herr Rogers. Sie gehören zu den 1 %, deren Hasen-Poster man sich auch übers Bett hängen würde. Ähnliche Artikel Musikjournalisten, die in einem Mordfall ermitteln: Im unterhaltsamen Krimi „Mandels Büro“… So klingen also Kurznachrichten: Auf #Tweetscapes kann man Twitter in Echtzeit hören, und… Sind das Künstler oder Kriminelle? Trainwriter besprühen illegal Züge und nehmen dafür große… Für Westerfans, denen „Bonanza“ immer schon zu bürgerlich war: Pete Dexters Serienvorlage… Mit einem Club Geld verdienen – das hört sich gut an, ist aber schwieriger als man denkt. Mal… |